Kabinett-Kurierdienst-Linie Düsseldorf - Hennef (Warth) nach 1609 – 1717

Zur schnellen Beförderung des Schriftwechsels der Kurfürsten von Pfalz-Neuburg als die Herzöge von Jülich und Berg, sowie des Schriftverkehrs von deren Regierung zu Düsseldorf, ritten kurfürstliche Kabinettreiter von Düsseldorf zur Taxisschen Poststation in Warth und zurück. Bis um 1670 ist anzunehmen, dass ihr Ziel Hennef war. Frühester Belege für Warth ist ein Brief aus dem Jahre 1698 mit Vermerk “Warth”.

Nach 1670 ist Warth ein Postknotenpunkt. Hier verliefen die Routen der Kölner Stadtboten (bis 1751), der Postkurs Köln-Frankfurt (bis 1755), der Kabinett-Kurierdienst Düsseldorf-Warth (bis 1717) und die Reiterpost Bonn-Warth (bis 1755).

 

Abbildung 3 Postreiter um 1700

In Warth wurde die herzogliche Post, die für Süddeutschland bestimmt war, von der Taxisschen Post übernommen. Die Reiterpost Bonn-Warth brachte ebenfalls Briefe und Pakete für die Linie Köln - Frankfurt, da der linksrheinische Kurs um einen Tag langsamer war als die Linie über den Westerwald.

1717 wurde die Linie eingestellt, nachdem Thurn u. Taxis die Route Düsseldorf - Warth bediente.

Postknotenpunkt Warth 1. Hälfte 18. Jahrhundert

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