Postbote Holzschnitt 1591Postbote Holzschnitt 1591

Siegburger Stadtboten 1428 – 1644

 

Den Nachweis über die Existenz der Siegburger Stadtboten verdanken wir Unterlagen des Stadtarchivs, aus denen hervorgeht, dass ab 1428 regelmäßig Ausgaben für Botenlohn und Botenbekleidung anfielen.

Es gab verschiedene Routen, die nach Bedarf begangen wurden. Es gab eine Fernroute von Siegburg nach Frankfurt. Der Weg der Boten führte von Siegburg über Weingartsgasse (Furt), Blankenberg, Uckerath über den Westerwald nach Frankfurt.

Nach 1625 mussten die Siegburger Stadtboten nach und nach ihre Arbeit einstellen. Das Fürstenhaus von Thurn u. Taxis hatte seine Postrechte durchgesetzt und ab 1625 Postrouten rechts und links des Rheines eingerichtet. Nach 1644 ist nichts mehr von den Siegburger Stadtboten verzeichnet.

 

1534: Brief von  “Blanckenberg” nach “Landtzkrogen” (Burg Landskron bei Heppingen / Ahr). Inhalt: Eheberedung, Absender: ”Barbara Ungrad genannt Lützerode, Amtsfrau zu Blankenberg” an “Herrn zu Landskron

Beförderung:

Ein Fußbote brachte den Brief von Blankenberg über Siegburg nach Bonn. Wahrscheinlich durch “Siegburger Stadtboten”. Danach beförderten Reiterboten des Ritterstandes den Brief über Muffendorf - Arzdorf - Fritzdorf -Övenich - Gimmingen nach Heppingen zur Landkron.

Quellen: 1) 2) 4)

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